Letzten Juli war ich in London und durfte alles mögliche verkosten. Ein absoluten Highlight war ein Essensstand auf der Brick Lane, welcher litauisches Essen verkaufte. Wir sind uns nicht mehr sicher, wie es genau heißt, aber wir haben versucht, aufgrund von Bildern, ähnlichen Rezepten und mit der Hilfe von Onlinecommunities uns eine möglichst ähnliche Version zu kochen. Dabei fanden wir auch dieses Video des Standes. Auch hatte uns der Herr damals auch gesagt, das Rezept sei ähnlich wie das berühmte Erdäpfelgulasch (original ohne Würstl, sondern mit Rindfleisch) aus Wien- man muss es ganz lang kochen, sonst schmeckt es nicht. Auch das Beitragsbild ist das Original, was wir damals schmecken durften – ich habe es damals mit den Pierogi und dem Huhn schmecken dürfen, das auch im Video gezeigt wird.

Der Versuch ist geglückt – zumindest meiner Meinung nach. Was herauskommt, ist nicht unbedingt etwas ästhetisch wunderschönes, aber es ist wahnsinnig lecker.

Der Großteil der Onlinerezepte behaupten, die Zeppeline wären erdäpfelknödelartig, mit einem Fleischkern in der Mitte. So haben wir sie aber nicht dort bekommen, siehe auch das Video weiter oben.

Bitte daher nicht böse sein, falls das Rezept völlig daneben ist – ich freue mich über jede Korrektur, Erklärungen und Rezepte!

Zutaten

  • Zwiebeln 2 Stk.
  • Faschiertes / Gehacktes (Rind) ca. 750 g
  • Käse: Mozarella, hier mit Grana Padano
  • Rotwein, ca. 1/2 Liter
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Erdäpfel / Kartoffeln, mehlig, ca. 1 kg
  • Thymian, Rosmarin oder ähnliche frische Gewürze
  • Schlagobers / Obers / Sahne ca. 250 ml

Und so kochst du Zeppeline

Erdäpfel schälen, kleinschneiden und in Wasser weich kochen. Zwiebeln schälen, kleinschneiden und mit Olivenöl anbraten. Das Faschierte mit Salz und Pfeffer würzen, gut durchrühren und zu den Zeppelinen formen – in die Mitte kommen dann Scheiben des Käses eurer Wahl. Dazu kann man auch gut eine Methode ähnlich der von Grießnockerln verwenden, aber Hände tun es auch. Wichtig ist: Den Käse möglichst in die Mitte und die Zeppeline möglichst kompakt und glatt formen.

Dann die Zeppeline auf die Zwiebel legen. Anbraten, dann wenden, bis möglichst alle Seiten leicht angebraten sind. Aufpassen, dass nichts anbrennt!

Dann mit Rotwein oder ggf. auch Wasser aufgießen und möglichst lang köcheln lassen. Die Zeppeline sind fertig, wenn sie ihre Form im Topf halten, aber am Teller so zerfallen, dass man kein Messer benötigt.

Aber halt! Wir sind noch nicht fertig!

Die gekochten Erdäpfel abtropfen und dann zu den Zeppelinen hinzufügen und gut durchrühren. Je mehliger, desto besser wird jetzt die Sauce. Nochmal aufkochen lassen. Dann das Schlagobers hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und den Gewürzen eurer Wahl abschmecken.

Fertig!

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